Der Sprung ins kalte Wasser
Was ich durch das Eisbaden über meine
Fotografie gelernt habe
Kannst du schon dieses
Prickeln fühlen?
Alles in meinem Kopf schreit mich an, dass ich mich bloß schnell wieder anziehen und nach Hause ins Warme gehen soll. Stattdessen stehe ich am Sonntagmorgen im Badeanzug vor dem Fluss der nur wenig einladend aussieht. Schnee bedeckt die Wiese auf dem Weg zur wackeligen, selbst gezimmerten Treppe die ins eiskalte Wasser führt. Meine Haut friert bereits, ich habe Gänsehaut, mein Herz schlägt wie wild. Ich weiß ganz genau, dass es gleich so weit ist, ich weiß genau was jetzt passiert. So oft schon habe ich es gemeistert und doch ist es immer wieder so aufregend wie beim aller ersten Mal.
Vorsichtig klettere ich die Treppen hinunter um einen Fuß nach dem anderen ins Wasser zu setzen. Mein Kopf wird nun noch lauter. Mein Verstand kann das alles nicht greifen. Zweifel. Aufregung. Ich kann nicht glauben, dass ich das gerade tue. 1 Grad hat das Wasser als ich mich dem Fluss voll und ganz hingebe. Meine Haut fühlt sich an wie in Champagner getaucht, alles prickelt. Ich beginne zu schwimmen und plötzlich herrscht Stille. Pure Stille. Mein Verstand hat offiziell aufgegeben. Hätte ich ihm eine Sekunde länger zugehört wäre ich so schnell wie möglich wieder rausgesprungen. Viel zu paradox ist der Gedanke im Winter schwimmen zu gehen. Doch das ist die Regel: Solange es wehtut wirst du drin bleiben und wenn es anfängt angenehm zu werden gehst du raus.


Spätestens jetzt hält dich
nichts mehr auf!
Noch immer schwimme ich gegen meinen klaren Menschenverstand im Halbgefrorenen Wasser. Ich lache vor mich hin, juble, schreie vor Freude. Mein Körper spürt nun keine Kälte mehr. Da ist nichts das mich noch aufhalten kann. All die Zweifel weichen purer Euphorie. Berauscht von der Kälte weiß ich, dass nun der angenehmere Teil folgt; Wieder raus aus dem Wasser. Meine knallroten Beine klettern die Stufen zurück an Land während ich mich fühle wie in Watte gepackt. Keine Kälte, kein Kribbeln, nur Wärme und Stolz.
Als Boudoirfotografin begleite ich Frauen bei genau diesem Schritt; Dem Sprung ins kalte Wasser. Jedes Mal wird mir klar, dass dieser Zusammenhang kein Zufall ist. Ich weiß wie es ist wenn dein Verstand dir einredet, dass du das nicht kannst. Dass das nichts für dich ist, dass du das nicht packst.. Aber lass mich dir eins verraten: Wenn du genau diesen einen Schritt weiter gehst, den du jetzt noch für vollkommen unmöglich hältst liegt genau dort dein größtes Wachstum. Wir alle haben die Wahl in unserer gemütlichen Komfortzone zu bleiben oder einen Schritt weiter zu gehen und über uns hinaus zu wachsen. Auch DU.
Es muss für dich nicht das Schwimmen im Winter sein. So viel kann ich dir verraten; ein Boudoirshooting ist um Welten bequemer und angenehmer. Und ja, im ersten Moment mag es sich wie ein freier Fall anfühlen. Doch in Wahrheit ist es pure Hingabe. Das Abgeben von Kontrolle und der Beginn puren Vertrauens. Ein Vertrauen, dass dich schnell damit belohnt zu erkennen, wie Kraftvoll du wirklich bist! Lass uns gemeinsam springen. Ich bin für dich da, nehme dich an die Hand und zeige dir den Weg. Denn glaube mir: Von außen sieht das Wasser immer beängstigender aus, als es ist! Wir sind zu so viel mehr fähig als wir glauben. Wenn du also schon länger über ein Boudoirerlebnis nachdenkst ist der beste Moment immer JETZT! Alte Eisbader Weisheit: Das Wasser wird nicht wärmer umso länger du am Ufer stehst und zuschaust 🤍
Dein Atem stockt. Dein Herz pocht. Dein Kopf zweifelt. Doch dann passiert die Magie: Du gibst dich hin. Du bist so sehr bei dir wie selten zuvor. Du spürst deinen Körper wieder. Sammelst Mut. Lernst ihm zu vertrauen. Genau das passiert bei deinem Boudoirerlebnis.
Go with the flow
Ich wähle Präsenz statt Perfektion. In Momenten, an denen mein Kopf mir einredet, dass ich etwas nicht kann habe ich immer die Wahl mir selbst das Gegenteil zu beweisen. Durch diese bewusste Entscheidung wächst
meine innere Stärke

